Psion setzt Marke “Netbook” durch

29. December 2008

So genannte "Netbooks" gehören zu den aktuellen Verkaufsschlagern, es handelt sich dabei um kleinere Notebooks mit abgespeckter Technik, die zum Surfen unterwegs besonders geeignet sind. Die Suche bei Google bringt unter dem Begriff 28 Millionen Ergebnisse. Das Problem dabei ist nur, dass die Firma Psion (USA) bereits seit 1998 die Markenrechte an dem Begriff "Netbook" hält.

Nun hat Psion die auf Markenrecht spezialisierte Anwaltskanzlei Origin in Großbritannien beauftragt, Markenrechtsverstöße zu verfolgen. Das ist ihr gutes Recht, auch wenn Psion am Markt nicht sehr auffällig  teilnimmt. Im Jahr 2000 hatte Psion unter dem Namen netBook ein Notebook vorgestellt, das sich am Markt nicht durchsetzen konnte.

Inzwischen spricht man von rund 50 Millionen Geräten im Markt, wobei sich jeder – auch Computerhersteller, des Begriffs Netbook bedient. Auch Seitenbetreiber nutzen den Begriff zum Teil in ihren Domainnamen und verdienen mit Partnerprogrammen und Shops Geld damit.

Das Problem dabei ist sicher, dass der Begriff Netbook in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist, selbst meine im Rentenalter befindliche Mutter fragte mich kürzlich, ob es sinnvoll sei ein Notebook oder Netbook anzuschaffen.

Bislang verhält sich die Anwaltskanzlei noch kommunikativ und man wird sehen, wie sich der Fall entwickelt. Fakt ist nach Aussage des Anwalts Peter Langley, dass man Blogger, die sich mit Mini-Notebooks beschäftigen und in deren Seite dann Anzeigen von Google Adwords mit dem Begriff Netbook erscheinen, keinen Strick drehen will. Vielmehr käme es darauf an, den herstellenden Nutzern des Begriff die weitere Nutzung zu untersagen.

So hat man dann auch zu 95% Hersteller und Händler angeschrieben und nur zu 5% SEitenbetreiber, die über ihr Blog Hilfestellungen zum Thema anbieten.

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  1. [...] Bei Netbook ist Vorsicht angebracht, das ist eine Marke: Warnung vor Nutzung des Begriffs Netbook [...]

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